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Mineralölkonzerne holen beim Ausbau Ladeinfrastruktur auf

Mineralölkonzerne holen beim Ausbau Ladeinfrastruktur auf

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Der Markt rund um das öffentliche Laden von Elektroautos verändert sich spürbar. Eine aktuelle Studie von Uscale zeigt, dass Mineralölkonzerne zunehmend das Steuer übernehmen. Während klassische Anbieter und Roaming-Dienstleister an Boden verlieren, nutzen Tankstellenbetreiber ihre Standorte, um Strom zum neuen Geschäftsfeld auszubauen. Die Untersuchung basiert auf den Angaben von über 3000 E-Auto-Fahrer:innen aus sechs europäischen Ländern.

In den letzten Jahren dominierte ein Flickenteppich von vielen Ladeanbietern die Szene. Jeder brachte sein eigenes System mit – was für die Nutzer:innen oft unpraktisch war. Roaming-Anbieter schufen hier Abhilfe, indem sie verschiedene Anbieter unter einer Plattform bündelten. Das erleichterte das Laden einfacher und sorgte für wachsende Marktanteile. Doch diese Phase scheint vorerst beendet. Die Marktforscher stellten einen deutlichen Rückgang bei den Roaming-Dienstleistern fest. Deren Anteil fiel von fast 40 auf unter 20 Prozent. Damit liegen sie nur noch knapp vor den Mineralölkonzernen, die stark aufgeholt haben. Diese kamen im Untersuchungszeitraum auf 20 Prozent Marktanteil – und lagen damit erstmals an der Spitze. Eine Entwicklung, die laut Uscale-Gründer Axel Sprenger besonders in Deutschland, Italien und den Niederlanden sichtbar wurde.

Der Einzelhandel hingegen bleibt bislang unbedeutend im Geschäft mit Ladeinfrastruktur. Trotz guter Voraussetzungen durch große Parkflächen und Kundenfrequenz zeigt sich kaum Bewegung. Nur vier Prozent Marktanteil entfallen auf diesen Bereich. Ähnlich gering ist der Anteil der Stadtwerke, die ebenfalls bei vier Prozent stagnieren. Beide Gruppen gelten zwar als potenzielle Mitspieler, konnten aber bisher kaum Akzente setzen.

Ein Grund für den Erfolg der Mineralölkonzerne liegt auf der Hand. Ihre Tankstellen sind bereits etabliert, gut erreichbar und bekannt. Zwar gibt es dort oft nur zwei bis vier Ladepunkte, doch ihre Präsenz im Alltag macht sie zu einem attraktiven Anbieter. Diese vorhandene Infrastruktur lässt sich vergleichsweise einfach auf E-Mobilität umstellen. Der begrenzte Platz könnte jedoch mittelfristig zum Nachteil werden. Große Ladeparks außerhalb der Städte könnten sich langfristig als Alternative durchsetzen.

Neben den Mineralölunternehmen haben auch spezialisierte Ladeanbieter, sogenannte Charge-Point-Operatoren, zugelegt. Sie landeten mit 18 Prozent Marktanteil auf Platz drei. Die Energieversorger folgen mit 15 Prozent. Besonders interessant: Autohersteller rücken mit einem Anteil von 13 Prozent näher an die Spitze. Tesla spielt hier eine zentrale Rolle und treibt das Wachstum in diesem Bereich maßgeblich voran. Die Analyse zeigt, wie dynamisch sich der Markt entwickelt. Während einige Anbieter Anteile verlieren, gewinnen andere deutlich hinzu. Die Konsolidierung ist dabei nicht in allen Ländern gleich stark. In Großbritannien, Frankreich und Spanien bleibt die Marktverteilung weitgehend stabil, während sie sich in anderen Regionen spürbar verschiebt.

Für Autofahrer:innen bedeutet das wachsende Angebot vor allem mehr Auswahl – aber auch neue Fragen. Welcher Anbieter bietet wo welche Tarife? Welche Ladekarte ist nötig? Die einst angestrebte Vereinheitlichung bleibt damit ein Wunsch, der bisher nicht erfüllt ist. Der Wettbewerb nimmt zu, und damit auch die Vielfalt an Lösungen. Viele traditionelle Player treten jetzt erstmals mit ernstzunehmenden Angeboten auf. Lange war unklar, ob Tankstellenbetreiber im Stromgeschäft mitspielen würden. Inzwischen zeigt sich, dass sie bereit sind, kräftig zu investieren. Gleichzeitig eröffnen sich Chancen für neue Marktteilnehmer, etwa durch große Ladeparks entlang von Autobahnen oder bei Einkaufszentren.

Die Studie macht deutlich, dass sich der Lademarkt für Elektroautos in einer Phase des Umbruchs befindet. Die Dynamik ist hoch, alte Strukturen geraten ins Wanken, und neue Allianzen entstehen. Wer künftig das Laden von E-Autos bestimmt, ist noch offen – fest steht nur: Der Wettbewerb wird intensiver.

Quelle: Uscale – Pressemitteilung vom 18.03.2025

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